Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler – was ist der Unterschied?

Manchmal ist es so, dass die Recherche nach der richtigen Versicherung für den Kunden mit einem unlösbaren Rätsel beginnt. Denn wenn man nicht unbedingt eine Strategie hat, einen Vergleich mit einem Online Tool im Internet zu starten, sondern lieber mit einem Menschen das richtige Paket auswählen möchte, kann man vielleicht die zwei relevantesten Berufe nicht deuten. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Versicherungsmakler und einem Vertreter rund um das Thema Versicherungen? Ist es die Ausbildung und damit auch die Kompetenz? Ist es die Leistung, die die beiden Experten für Versicherungen unterscheidet? Oder gibt es andere Faktoren, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen? Dieser Beitrag gibt einen kompakten Überblick über die wesentlichsten Unterschiede.

Was macht den Versicherungsmakler aus?

Bei der Bezeichnung Makler haben viele Menschen ausschließlich die Assoziation zum Makler für den Bereich von Immobilien. Jeder kennt den Immobilienmakler, unabhängig davon, ob man sich selbst für Wohneigentum oder eine Kapitalanlage interessiert. Dieser Makler verlangt von seinen Kunden eine Provision, wenn diese ihn damit beauftragen, dass er ihnen erfolgreich die passende Wohnung oder das optimale Haus vermittelt. Meistens ist der Service dann jedoch spätestens nach dem Notar Termin vorbei. 

Beim Makler für Versicherungen ist es jedoch nicht so, dass der Makler vom zukünftigen Versicherungsnehmer bezahlt werden muss. Er bekommt eine sogenannte Courtage und somit ein Einkommen von dem Versicherungsunternehmen, dessen Produkte er erfolgreich vermitteln konnte. Die Courtage beim Makler fällt deutlich geringer aus, als eine Provision oder ein Gehalt eines Versicherungsvertreters, weswegen hier meist der Versicherungsnehmer günstigere Produkte bei besseren Leistungen finden kann.

Es gibt auch die Möglichkeit, den Makler auf Grundlage eines Honorars für seine Tätigkeit des Vergleichs und der Beratung sowie dem Abschluss von Versicherung zu bezahlen. Das ist derzeit in Deutschland noch weniger üblich, wird aber künftig eine immer größere Rolle spielen.

Was charakterisiert den Versicherungsvertreter?

Beim Vertreter ist der Name Programm. Er berät seine Kunden, welche Versicherungen für sie optimal wären – und das im Sinne des Unternehmens, welches er vertritt (§84, 86 HGB). Natürlich hat er auch die Kompetenz, die bestehenden Versicherungsprodukte eines Menschen genau unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten. Es stellt sich jedoch die Frage, inwiefern der Versicherungsvertreter wohlwissend Dinge bewusst nicht ausspricht oder Unnötiges besonders wichtig erscheinen lässt, um den Versicherungsabschluß bei ihm zu fördern.

Wenn Sie nun denken: WAS? Das kann ja gar nicht sein, das wäre ja eindeutig eine falsche Beratung… – dann können Sie sich das Urteil vom OLG Celle vom 01.02.2008 AZ: 8 u 189/07 zu Gemüte führen. Mit diesem wurde der Versicherungsvertreter von seiner Beratungspflicht befreit. Es ist laut OLG ausschließlich Ihre Aufgabe, die über 500.000 Produkte am Markt zu prüfen, das Kleingedruckte zu lesen, zu verstehen und letztlich eine Entscheidung zu treffen.

Viel schlimmer noch: Wenn Ihnen durch das vom Vertreter vermittelte „falsche Produkt“ Nachteile entstehen, können Sie den Versicherungsvertreter nicht dafür haftbar machen. Sie müssten die Versicherungsgesellschaft verklagen…

Was haben also Makler und Versicherungsvertreter gemeinsam?

Beide Berufe zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine hohe Expertise rund um das Thema Versicherung haben. Ihre Beratung ist für die Kunden – in der Regel versicherungstechnische Laien – eine solide Basis für den Abschluss eines Vertrags. Und das war’s leider auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Wie sucht der Versicherungsmakler das Produkt aus?

Da der Makler sind nicht weisungsgebunden ist, agiert er völlig unabhängig – denn er ist bei keinem Versicherer oder einer Bank mit speziellen Produkten im Bereich der Versicherung verpflichtet. Dadurch kann er dem Kunden aus einer Palette von diversen Angeboten das wirklich beste Produkt präsentieren und auch vermitteln. Er agiert dabei mit hoher Kompetenz und einer Marktkenntnis, die immer wieder aktuell ist. Seine Aufgabe ist es also, herauszufinden, was Ihr Bedürfnis ist, im Anschluß den Markt für Sie zu vergleichen, Ihnen den Vergleich vorzulegen und zu erklären. Im Idealfall gibt der Makler noch ein Votum ab, was er an Ihrer Stelle machen würde und erklärt, wieso dies sinnhaft ist. Doch ob Sie das Produkt dann auch wählen, obliegt ausschließlich Ihnen.

Was ist denn nun eigentlich der wirklich wesentliche Unterschied zwischen den beiden Spezialisten?

Natürlich ist es fair, dass beide Experten im Bereich Versicherung für ihre Beratung eine Vergütung erhalten, die Einkommen generiert.

Der Unterschied zwischen den beiden Berufsgruppen besteht darin, auf wessen Seite sie stehen. Beim Makler ist es der Mandant, von welchem er beauftragt wurde – er handelt also ausschließlich im Sinne seines Auftraggebers, wozu er laut Gesetz auch verpflichtet ist (§93 HGB). Dafür erhält er eine entsprechende Courtage. 

Der Vertreter wird dagegen vom Versicherungsunternehmen, mit einem einer Abschlussprovision, Bestandsprovision und einem Bonus bei erreichten Zielvorhaben bezahlt. Der Vertreter muss auch einen Sachkundenachweis erbringen, welcher über interne Schulungen erreicht wird. Diesem zugrunde liegen jedoch einseitige Informationen, welche die hauseigenen Produkte in einem guten Licht dastehen lassen.

Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter – was ist nun die bessere Wahl?

Viele Kunden tendieren zum Makler, da dieser nicht nur dazu verpflichtet ist für seinen Mandanten zu agieren und das beste Produkt zum günstigsten Preis via Vergleich zu ermitteln, sondern auch, weil er einen staatlich anerkanntem Abschluss inne hat. 

Auch haftet der Makler für alle Empfehlungen die er Ihnen ausspricht. 

Dementsprechend ist im Sinne eines ordentlichen Kaufmanns davon auszugehen, dass seine Arbeit hochqualitativ und in Ihrem Sinn von statten geht.

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Über Peter Hennig:

Ich wollte schon immer die Möglichkeiten nutzen können, die einem jeden Menschen zur Verfügung stehen. Egal ob es leistungsstärkere Versicherungen zu günstigeren Preisen sind, das immense Einsparen von Steuern, das Nutzen von Fördermitteln vom Staat oder das auch heutzutage durchaus lohnenswerte Anlegen von Geld – einzig und allein das Wissen über das “WIE” entscheidet.

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